Auf welche Art könnte ein Chemie - Oberschullehrer außerhalb seines alltäglichen Tuns Neuland betreten?
An einer Schule wie der unsrigen eigentlich auf ganz einfache Art und Weise!
Er wird gefragt, ob Gruppen aus dem Kindergarten oder Klassen der Grundschule mal einen Besuch in einem Chemie - Labor machen dürften. Er nützt also die Nähe zu Kindergarten und Grundschule und sucht Themen, die der jeweiligen Lerngruppe altersgerecht vermittelt werden können. Und dabei wird er feststellen, dass das gar nicht so einfach ist, wie es zunächst vielleicht einmal erscheint.
Die eigentlich für die Oberschule konzipierten Experimente, so logisch sie in ihrem Oberschul - Zusammenhang sind, so kompliziert werden sie plötzlich in der Präsentation für drei - bis fünf - jährige Häschen, Pandas oder Löwen aus dem Kindergarten, und nicht weniger kompliziert sind sie für sechs - bis zehn - jährige Grundschüler.
Das pädagogisch auf die jeweilige Altersstufe mit ihren bis dahin im Leben gemachten Erfahrungen zu reduzieren, war eine echte Herausforderung.
So entstanden nach etlichen Rücksprachen mit den beiden Kolleginnen Gabi Sprehe und Bettina Hauschild folgende 2 Themen:
Klar war, dass außer diesen Themen die Sicherheitsproblematik auch dazu gehörte. Wie war das spannend, in neuer und ungewohnter Umgebung plötzlich eine Schutzbrille aufsetzen zu müssen ! Auch achtete der neue Lehrer so sehr aufs Zuhören, man durfte nicht Herumtoben, musste warten bis er das Startzeichen zum Experimentieren gab etc.
An den Augen und der Begeisterung konnte man dann aber schnell sehen, welch positiven Eindruck das Ganze gemacht hat.
Bleibt nur zu hoffen, dass vom Thema auch was hängen geblieben ist, da ich während der beiden Stunde merkte, dass beim Versuch, dieser Kindersprache nahe zu kommen, einfach immer noch ein zu hoher theoretischer Anspruch vorhanden war.
Also werden wir das nochmals probieren, um auch in diesem Bereich wertvolle persönliche Erfahrungen zu sammeln:
Die KiGa-Gruppenleiterin, die KiGa-Praktikantin, die GS-Lehrerin, der OS-Lehrer