Inhaltsangabe zweiter Teil

Im zweiten Teil des Romans "Das Parfum" von Patrick Süskind macht sich Grenouille auf den Weg nach Grasse, um andere Techniken der Konservierung von Duftstoffen kennen zu lernen. Während seiner Reise aber wird ihm immer bewusster, wie sehr er die Menschen hasst. Er reagiert immer empfindlicher auf den Geruch der Menschen und weicht ihnen aus. Je weiter er von ihnen weg ist und reine Luft riecht, um so wohler fühlt er sich. Also beschließt er, nicht nach Grasse zu gehen, sondern sich ein reines, einsames Plätzchen zu suchen. Immer der Nase folgend findet er dieses dann auch auf der Spitze des Vulkanes Plomb du Cantal, wo zuvor noch nie ein Mensch gewesen ist. Er richtet sich in einer Höhle mit seiner Pferdedecke ein Lager ein und haust dort 7 Jahre lang. In den ersten Tagen stellt er sich noch auf die Bergspitze, um nach Menschen Ausschau zu halten, aber danach verlässt er seine Höhle nur noch, um seine Geschäfte zu verrichten, Wassertropfen von Gestein abzulecken oder sich Moos und Insekten zum Essen zu besorgen. Er fühlt sich blendend, und um sich in Stimmung zu bringen, beschwört er seine im Leben aufgenommenen Gerüche. Wie ein Gott träumt er von den Menschen als seinen Untertanen und seiner Macht. Er begibt sich in seinen Träumen in ein purpurnes Schloss, in dem er sich mit schönen Gerüchen verwöhnen lässt, nach denen er süchtig ist, wie ein Trinker. Grenouille, der Zeck, wird auf einmal empfindlich wie ein Krebs. So lebt er dort die ganzen Jahre lang, bis er eines Tages eine Katastrophe erleidet. Diese Katastrophe geschieht im Schlaf, als er sich mal wieder in seinem Traum im purpurnen Schloss befindet und Gerüche trinkt. Plötzlich droht er in einer Geruchswolke zu ersticken. Er weiß, dass es sein eigener Geruch ist, kann ihn aber um alles in der Welt nicht riechen. Als er dies bemerkt, schreit er auf und erwacht. Angsterfüllt riecht er an sich - aber nichts! Dies kommt einer Identitätslosigkeit gleich. So macht er sich, entschlossen, sein Leben zu ändern, wieder auf den Weg bergabwärts. Er landet in der Stadt Pierrefort, wo er dem Marquis de la Taillade-Espinasse anvertraut wird. Grenouille zeigt seinen Gesellenbrief und erzählt, dass er sieben Jahre lang in einer Höhle gefangengehalten wurde und nun, ohne zu wissen von wem, befreit worden ist. Der Marquis ist völlig begeistert von dem verwahrlosten Grenouille und glaubt ihm seine Geschichte sofort. Der Marquis hat eine "fluidum letale Theorie" aufgestellt, die besagt, dass die Erde ein Verwesungselement sei und nur die Sachen gedeihen, die weit von ihr weg in die Höhe wachsen. Deswegen trage das Korn die Ähre oben ebenso wie die Blume ihre Blüte und der Mensch seinen Kopf. Er sieht Grenouille, der ja völlig vom Verwesungselement Erde umgeben gewesen ist, schon stark angegriffen und möchte an ihm seine Methode zur Austreibung des Fluidums anwenden. Grenouille willigt ein und der Marquis legt los. Erst präsentiert er Grenouille, der furchterregend aussieht, den Fachgelehrten und anderen Interessierten in der Aula der Universität Montpellier und dann macht er mit ihm die Revitalisierungskur, die aus gutem zusammengestellten Essen, Lüftung, e.t.c. besteht. Nach der Kur ist das Ergebnis verblüffend. Grenouille bekommt noch Schuhe, Hemd und Rock, wird geschminkt und schon sieht er wie ein normaler Mensch aus. Der Marquis hält diese Menschwerdung für seine eigene Leistung, Grenouille jedoch durchschaut den Hokuspokus und erkennt die Wirkung einer Maske. Durch einen fingierten Schwächeanfall verschafft er sich Zutritt zu der Werkstatt eines Parumeurs und mischt sich aus den unglaublichsten Dingen wie z.B. Katzendreck oder Ähnlichem ein Parfum, das ihn wie einen normalen Menschen riechen lässt. Der "Bluff" ist perfekt: Grenouille fällt nicht mehr auf. Als er merkt, wie leicht sich die Menschen täuschen lassen, beschließt er Herrscher über sie zu werden. Er will, dass sie ihn lieben und verehren und er will den übermenschlichen Duft kreieren, der ihm dabei hilft. Die erneute Vorführung in der Aula der Universität benutzt Grenouille als Generalprobe für seine Macht der Verführung. Die Fachgelehrten sind begeistert von dem Wandel, den der Marquis an Grenouille innerhalb von einer Woche vollbracht hat und der Marquis wird berühmt. Grenouille jedoch weiß, dass er es war, der dieses "Wunder" vollbracht hat. Nach einigen Wochen packt Grenouille heimlich seine Sachen und verschwindet. Der Marquis bleibt bei dem Versuch, den Berg Pic du Canigou zu erklimmen, verschollen.

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