Inhaltsangabe - dritter Teil

Im dritten Teil des Romans (ab Kapitel 35) spielt die Geschichte in Grasse, dem Ort im Süden Frankreichs, den Baldini ihm genannt hatte, damit er seine Künste perfektionieren kann. In dieser Stadt entdeckt Grenouille gleich am ersten Tag ein zauberhaft gut "riechendes" Mädchen, welches, so beschließt er, das letzte "Ingredient" seines Engelsduftes sein soll, den er, der omnipotente Gott des Duftes, herstellen will. Er riecht, dass er zwei Jahre auf das Mädchen warten muss, und so lange wird auch sein Aufenthalt dort dauern.

Nach dem ersten Tag findet Grenouille eine Arbeit in einer kleinen Parfumerie. Diese gehört einer Witwe namens "Arnulfi". Hier muss er harte Arbeit leisten wie z.B. grosse Kessel mit Duft schleppen. Mit Grenuoille arbeitet noch ein Gehilfe, Druot, der nur die leichteste Arbeit übernimmt und später dann gar nicht mehr hilft, was Grenouille nicht weiter stört. Denn dadurch kann er seine Ziele ungestört verfolgen. Hier lernt Grenouille die Techniken der Parfumherstellung, die ihm Baldini nicht beibringen konnte. Seine Experimente mit der Herstellung von Menschenduften und Duftproduktionen führt zu einer Mordserie, da er durch Experimente mit Tieren herausgefunden hat, wie man den Duft eines Lebewesens am besten konserviert: Ab dem ersten Jahr in Grasse tötet Grenouille 24 bildschöne junge Mädchen, deren Duft er mittels der Techniken der "Mazeration" und der "Enfleurage à froid" festhält. Die Polizei und Bürger verdächtigen alle, die Zigeuner, die italienischen Wanderarbeiter einschließlich der Mönche des Benediktinerklosters; alle außer Grenouille, der durch seine Geruchslosigkeit und Kunst, unauffällig zu bleiben, nie gefasst wird. Durch seinen raffinierten Geruchsinn spürt er aber die Mädchen , "die gerade erst begonnen hatten Frauen zu werden" (250), zielsicher auf, tötet sie von hinten mit einer Keule, entkleidet sie, bedeckt sie mit präparierten Tüchern,um den Duft abzuziehen und schneidet ihnen die Haare ab.

Die Grasser Bürger sind entsetzt, vor allem, nachdem man herausgefunden hat, dass es sich hier nicht um ein Sexualverbrechen im herkömmlichen Sinne handelt. Sie bringen ihre Töchter in Sicherheit, was Antoine Richis, reichster Bürger und Vater von Laure, deren Duft Grenouille bei seiner Ankunft in Grasse so sehr beeindruckt hat, zunächst ablehnt, denn er fühlt sich auf Grund seiner überlegenen Position sicher. Eines Nachts hat Richis jedoch einen Alptraum, in dem er sieht, wie seine Tochter hinter einer Mauer verschwindet. Antoine erschrickt, da er glaubt, der Mörder habe sie umgebracht. Wegen dieses Alptaums beschließt er mit Laure doch zu verschwinden, um sie in Sicherheit zu bringen und vor allem, um sie schnell zu verheiraten, damit sie für den Mörder uninteressant wird. Denn er hat herausgefunden, dass der Mörder stets unverheiratete Mädchen tötet.

Als Grenouille "riecht", dass sie weg ist, bricht für ihn fast eine Welt zusammen. Er glaubt, sein Lebensziel sei zerstört. Daher macht er sich sofort auf den Weg, um sie zu suchen. Er lässt sich von den offiziellen Hinweisen auf den eingeschlagenen Weg Richis´ nicht irritieren und folgt seiner Nase. So kommt er nach Napoule, wo das schöne Mädchen und ihr Vater ihr erstes Nachtquartier haben. In derselben Nacht schleicht sich Grenouille in ihr Zimmer - Richis hat unvorsichtiger Weise das Fenster offen gelassen - und tötet sie. Danach legt er ein Tuch auf sie, um alle ihre Gerüche zu speichern. Dann verschwindet er.

Bis zur Morgendämmerung hat Grenouille sein "perfektes Perfüm", auf das er so lange gewartet hat, kreiert.

Zehn Tage später verhaftet man Grenouille, da eine Wache am Tag des Mordes ihn gesehen und jetzt erkannt hat. Er wird zum Tode verurteilt.

Am Tag seiner Hinrichtung versammeln sich die Massen, um dem Spektakel beizuwohnen. Grenouille hat sich jedoch mit dem Duft der Mädchen besprüht. Als er aus dem Wagen steigt, verbreitet sich in wenigen Sekunden sein selbst kreierter Duft in der Luft. Um ihn herum geraten die Menschen in eine Art Trance."Er kann unmöglich der Mörder sein", hört man die Leute sagen. Er wird sogar mit einem Engel und dem Messias verglichen und weckt die wildesten Triebe bei den Menschen: Die Hinrichtung wird zu einer Massenorgie.

Selbst Antoine Richis, der von diesem Duft auch so fasziniert ist wie alle anderen, lässt sich täuschen: Statt Grenouille zu töten, will er ihn zum Sohne haben. Grenouille, der nur Ekel und Hass für die ihn anhimmelnden Menschenmassen empfindet, hatte gehofft, dass wenigstens Antoine Richis sein wahres Ich erkennen und ihn erdolchen würde. Als er Richis´ Vorschlag hört, fällt er in Ohnmacht.

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