Charakterisierung Baldinis

Baldini gilt als einer der besten Parfumeure der Stadt. Viele Adelige kauften früher hier ein, was Baldini zu einem der größten Parfumgeschäfte verhalf in einer der besten Straßen. Jedoch hat Baldini noch nie etwas erfunden, nicht nur weil er unbegabt ist, sondern weil er auch Angst vor Erfindungen hat. "Er wollte gar kein Erfinder sein. Erfindungen waren ihm suspekt, denn sie bedeuteten immer einen Bruch der Regeln."(S. 67) Daher ist für ihn der Schein das Wichtigste: Er will immer wie ein echter Parfumeur wirken und so tun, als ob er ein halber Alchemist sei. - Ein Parfumeur, das war ein halber Alchemist, der Wunder schuf, so wollten es die Leute haben- gut so!"(S. 67) Die Parfums, welche so beliebt waren und Baldini zu Ansehen verhalfen, waren lediglich geerbt, gekauft oder alt bekannte Mischungen. Doch auch seinem Gesellen sagt er, dass er seine Parfums selbst kreiert habe und dass sie allein aus seiner Inspiration stammten (S.64). Lediglich Baldini selbst weiß ,dass er es noch nie wirklich zu etwas gebracht hat und allein die Tatsache, dass jeder glaubt, er sei ein Meister seines Handwerks und dass dies für etwas Besonderes gehalten wird, macht ihn stolz. Als er erfährt, dass sein Konkurrent Pélissier ein Parfum herausgebracht hat, nach dem die ganze Stadt verrückt ist, versucht er wie immer den Duft zu kopieren. Doch es misslingt ihm und er gibt schließlich auf und will sich aus dem Geschäft zurückziehen. In diesem Moment kreuzt sich sein Weg mit dem Grenouilles.

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