Richis als Gegenspieler Grenouilles
Richis kann sich im Gegensatz zu den Grasser Bürgern also in die Lage des Mörders hineinversetzen. Ihm fällt auf, dass der Mörder einen exquisiten Geschmack bei der Wahl seiner Opfer hat und dass er bei seinen Morden nach einem System vorgeht, da alle Morde auf die gleiche, sorgfältige Art ausgeführt worden sind. Richis weiß aber nicht, was der Mörder von seinen Opfern begehrt. Beim Versuch, mehr über den Mörder herauszufinden, geht er scharfsinnig analytisch vor und folgert, dass der Mörder eine Art Sammler von Schönheit ist. Doch zugleich weiß Richis, dass ihm hier noch ein Baustein fehlt - der kostbarste Baustein, und das kann nur Laure, seine eigene Tochter, sein. Richis stellt die Hypothese auf, dass alle anderen Morde nur Beiwerk waren für diesen letzten krönenden Mord. Somit hat er das Motiv und die systematische Methode des Mörders durchschaut und ist der einzige ernst zu nehmende Gegenspieler für Grenouille.
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