Kapitel 49 - Inhaltsangabe

Das 49. Kapitel handelt von der Hinrichtung Grenouilles und seiner Wirkung auf die Menschen. Das ganze Ereignis spielt auf dem Hinrichtungsplatz, auf dem sich große Menschenmassen vereinigen. Der Adel der Stadt, unter anderem auch Richis, der Vater des letzten Opfers Grenouilles, kommt später auch dazu. Als Grenouille endlich ankommt und aus der Kutsche steigt, gekleidet wie bei seinem Auftritt in Montpellier und wie ein freier Mann, sind sich die Menschen plötzlich nicht mehr sicher, ob er wirklich schuldig ist. Sie können und wollen ihn nicht töten, denn den Hass, den sie auf Grenouille haben, verwandelt sich unversehens in Liebe und Begehren. Schließlich gibt sich die Masse ihren plötzlich hervorbrechenden Trieben ungezügelt hin, so dass eine chaotische Orgie beginnt. Währenddessen steht Grenouille unbeweglich da und erlebt ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst einmal empfindet er einen großen Triumph, denn alle seine Phantasien sind Wirklichkeit geworden. Die Menschen lieben ihn, er beherrscht sie. Jedoch verehren sie nicht ihn, sondern nur seinen selbsterschaffenen Geruch - den Geruch seiner 26 Opfer. Er beginnt sich vor den Menschen zu ekeln, die ihn vergöttern, denn er findet nur Genugtuung im Hass. Zwar hat er das ganze Volk mit seiner Maske getäuscht, doch ihm selbst wird übel, wenn er an seine Geruchlosigkeit denkt. Er wünscht sich vergeblich, gehasst zu werden, denn er will wenigstens ein einziges Mal in seiner wahren Existenz zur Kenntnis genommen werden..." (S. 306) Da erinnert er sich an den Traum in der Höhle, als er glaubte, ersticken zu müssen, und er hat das entsetzliche Gefühl, dass dieser Traum sich nun in Wirklichkeit verwandelt. In dieser inneren Not sieht er Richis auf sich zurennen und hofft von ihm umgebracht zu werden. Richis will den Mörder seiner Tochter jedoch nicht töten , sondern umarmt ihn wie einen Sohn und bittet ihn um Vergebung. Daraufhin fällt Grenouille in Ohnmacht.

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