Informatik an der Deutschen Schule Barcelona

Ergebnisse und Projekte
 


Bei dieser Seite handelt es sich um die Kurzfassung einer Internet-Seite, die von der Arbeitsgemeinschaft der 9.Klassen erstellt wurde. Die vollständige Seite enthält Verbindungen (Links) zu mehreren Schülerarbeiten, die man sich als Beispiele für die Arbeit im Informatikraum anschauen kann.


Vorbemerkung

Computer und Programme lassen sich im Unterricht auf verschiedene Weise und zu unterschiedlichen Zwecken einsetzen bzw. zum Gegenstand des Unterrichts machen. Im folgenden werden die drei wichtigsten Möglichkeiten dargestellt, wie sie sich an der DSB finden lassen.


1) Informationstechnische Grundbildung
Der Computer als Werkzeug zum Schreiben, Darstellen, Simulieren und Recherchieren ist in vielen Fächern nützlich. Referate sind besser lesbar, wenn sie mit einem Textverarbeitungsprogramm geschrieben, gegliedert und formatiert wurden. Außerdem lassen sich so Fußnoten leichter anfügen und Literaturlisten erstellen. Mit einem Tabellenkalkulationsprogramm kann man Statistiken z.B. für den Geografieunterricht erstellen und die Werte in einem Diagramm veranschaulichen. Auch für das Fach Mathematik gibt es viele Programme zum Darstellen geometrischer Figuren oder zum Üben von Rechenverfahren. Wichtig sind die Suchmöglichkeiten im Internet; für Vorträge oder Referate lässt sich viel Material finden.
Diese Art des Einsatzes des Computers lässt sich von der fünften Klasse an im Rahmen der Unterrichtsfächer lernen, in denen er als Werkzeug gebraucht wird. Die meisten Schülerinnen und Schüler sind bereits mit der Benutzeroberfläche eines PC vertraut und brauchen nur wenig Hilfe, um den Computer sinnvoll nutzen zu können. Internet-Recherchen sind nicht nur im Informatikraum, sondern auch in der Oberstufenbibliothek möglich.


2) Informatik - Arbeitsgemeinschaft

Dies ist ein Beispiel des sogenannten "Quelltextes" dieser Web-Seite. Der folgende Befehl bewirkt, dass man von dem Wort "Programme" durch Anklicken nach unten im Text springen kann, wo sich das Pascal-Programm befindet, und dass der Computer beim Zurückspringen die richtige Stelle findet:

< a href="#pascal">
Programme
< a NAME="pascalz">< /a>

Die Befehle der Programmiersprache HTML, in der die Web-Seiten konzipiert sind, stehen immer in eckigen Klammern. (Fast) zu jedem Anfangsbefehl ("tag") gehört ein Endbefehl.

Für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe, die etwas über die Funktionsweise des Computers erfahren  und Webseiten nicht nur anschauen, sondern auch selbst erstellen wollen, wird eine Arbeitsgemeinschaft angeboten. Dort kann man lernen, wie man einfache Programme schreibt; außerdem wird der Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogramm geübt. Schließlich werden Internetseiten erstellt, die auch Verknüpfungen (Links) und Tabellen (Frames) enthalten. Dabei kann man einiges über den Aufbau des Computers lernen, nämlich zum Beispiel sehen, wie es sich an der Bildschirmoberfläche bemerkbar macht, dass der Computer sämtliche Informationen mit Nullen und Einsen verschlüsseln muss. Beispielsweise gibt es für jede Farbe einen speziellen Code; die gelbe Farbe des Hintergrunds, auf dem dieser Text geschrieben ist, hat den Code bgcolor="#FFC933". Wenn man den Code ändert, ändert sich auch die Farbe.
Außerdem kann die Zeit in der Arbeitsgemeinschaft dazu genutzt werden, Internet-Recherchen zu einem bestimmten Thema durchzuführen. Beispielsweise haben wir einiges an Material zu dem Thema "Immigration" und über den Informatik-Unterricht in Deutschland gesammelt.
Das Ziel der Informatik-Arbeitsgemeinschaft besteht auch darin, den Schülerinnen und Schülern einen Eindruck davon zu vermitteln, worum es später in einem Schulfach Informatik gehen wird.


3) Informatikunterricht

Vom Schuljahr 2001/2002 an wird Informatikunterricht für die Klassen 10-12 angeboten. Wie in anderen Fächern auch gibt es einen (anspruchsvollen) Lehrplan. Wichtig sind Rechenverfahren, die ein Computer ausführen kann, sogenannte "Algorithmen". Ein Algorithmus besteht aus einer Abfolge von einfachen Anweisungen, deren Ausführung ein bestimmtes Resultat zum Ergebnis hat. In gewisser Weise wenden wir bei vielen Tätigkeiten Algorithmen an, etwa wenn wir wieder einmal unsere Armbanduhr verlegt haben und sie zuerst auf dem Schreibtisch, dann (wenn wir sie dort nicht gefunden haben), auf dem Garderobenschrank und schließlich (falls die Zeit noch reicht) in der Jackentasche suchen. Dabei führen wir bestimmte Aktionen aus, die so aufeinander folgen, dass das gewünschte Ergebnis früher oder später erreicht wird. Algorithmen sind schon sehr lange bekannt; der berühmteste ist sicherlich der Divisionsalgorithmus von Euklid, also das Verfahren, wie man eine Zahl durch eine andere (schriftlich) teilt.

Algorithmen kann man in einer Programmiersprache formulieren und so einen Computer dazu bringen, sie auszuführen. Die erste Aufgabe der Informatik besteht darin, derartige Verfahren zu entwickeln und zu untersuchen. Als wichtige zweite Aufgabe der Informatik gilt die Entwicklung von Programmiersprachen oder allgemeiner "formaler Sprachen". Am einfachsten für die Übertragung auf einen Computer wäre es, wenn die Sprache den elektronischen Schaltungen  genau entspricht, also jeweils beschreibt, ob eine bestimmte Speicherzelle geladen ist oder nicht. Eine solche "Maschinensprache", die nur mit den beiden Ziffern 0 und 1 arbeitet, ist aber sehr schwer zu verstehen. Deshalb hat man sogenannte "höhere" Programmiersprachen für verschiedene Anwendungen entwickelt. In ihnen lassen sich Algorithmen direkter abbilden; vor der Bearbeitung durch den Computer müssen sie in eine Maschinensprache übersetzt werden. Bei dieser Übersetzung kann es manchmal zu Fehlern oder Ungenauigkeiten kommen. Beispielsweise muss der Computer alle Rechenergebnisse auf- oder abrunden. Weil er mit Dualzahlen rechnet, geschieht dies manchmal anders, als wir es mit Dezimalbrüchen machen würden, so dass es beim Ablauf eines Programms zu unerwarteten Ergebnissen kommen kann. Deshalb ist es wichtig, etwas über die interne Funktionsweise des Computers und seinen Aufbau zu wissen. Der Lehrplan sieht daher für die Klasse 10 eine Einführung in die "Elementare Logik und Schaltalgebra" und für die Klasse 12 die Vermittlung von Grundkenntnissen über den Aufbau eines Rechners (Computers) sowie über sein "Betriebssystem" vor.

function primzahl()
{
var teiler, quotient, produkt;
var teilbar = 0;
var x = document.eingabe.zahl.value;
if (x == "")
{
alert("Keine Eingabe!!");
}
else
{ for ( teiler=2 ; teiler < x ; teiler = teiler + 1 )
{
quotient = parseInt(x / teiler);
produkt = quotient * teiler;
if (x == produkt) teilbar = 1 ;
}
if (teilbar == 1)
{
alert("Deine Zahl ist keine Primzahl!");
}
else alert("Die Zahl ist eine Prinzahl.");
}
}

Der Quelltext eines Javascript-Programms zum Testen der Primzahleigenschaft

 

Der Informatikunterricht soll dahin führen, sich in der Denkweise der Informatik, ihren wichtigsten Grundbegriffen und Verfahrensweisen auszukennen. Dies ist für viele Studiengänge und Berufsausbildungen, in denen mit Computern gearbeitet wird, nützlich. Wie bei anderen Schulfächern auch kann der Informatikunterricht die Ausbildung zum Spezialisten aber nicht vorweg nehmen.



 

Einige Beispiele

 
 

Pascal-Programm zur Lösung eines Rätsels:

program raetsel; 
var s,e,n,d,m,o,r,y,x0,x1,x2,x3,x4: integer; 
begin 
for s:=1 to 9 do for e:=0 to 9 do 
for n:=0 to 9 do for d:=0 to 9 do 
for m:=1 to 1 do for o:=0 to 9 do 
for r:=0 to 9 do for y:=0 to 9 do 
begin x1:=0; x2:=0; x3:=0; x4:=0; x0:=d+e; 
if x0>9 then begin x0:=x0-10; x1:=1; end; 
if x0=y then begin x1:=n+r+x1;
if x1>9 then begin x1:=x1-10; x2:=1; end; 

if x1=e then begin x2:=e+o+x2;
if x2>9 then begin x2:=x2-10; x3:=1; end; 

if x2=n then begin x3:=s+m+x3;
if x3>9 then begin x3:=x3-10; x4:=1; end; 

if (x3=o) and (x4=m) then if(s<>e)and(s<>n)and(s<>d)and(s<>m) and(s<>o)and(s<>r)and(s<>y) 
then if(e<>n)and(e<>d)and(s<>m)and(s<>o)and(s<>r)and(s<>y) 
then if(n<>d) and (n<>m) and (n<>o) and (n<>r) and (n<>y) 
then if(d<>m) and (d<>o) and (d<>r) and (d<>y) 
then if(m<>o) and (m<>r) and (m<>y) 
then if(o<>r) and (o<>y) 
then if(r<>y) 
then begin writeln(' s e n d ',s:2,e:2,n:2,d:2); 
writeln('+ m o r e ',m:2,o:2,r:2,e:2); 
writeln('----------------------------------'); 
writeln('m o n e y ',m:2,o:2,n:2,e:2,y:2); 
writeln('==================================='); 
end; end; end; end; 
end; readln; end. 

In dem linksstehenden Kasten sieht man ein Computerprogramm, das in der Programmiersprache "pascal" geschrieben ist. Zunächst muss man es im Editor eingeben. Anschließend prüft der Computer, ob er es es ausführen kann; er "compiliert" es. Wenn dies möglich ist, kann man das Programm laufen lassen. Beim Ablauf des Programms werden sämtliche Lösungen des Rätsels durchprobiert und es wird am Schluss die einzige Lösung ausgegeben, für die die Addition richtig ist.

. . S E N D 
+ M O R E 
------------- 
M O N E Y 

Die Lösung ist:

. . 9 5 6 7 
+ 1 0 8 6 
------------- 
1 0 7 6 4

Das Ergebnis sieht relativ einfach aus, aber man muss bedenken, dass es
10*9*8*7*6*5*4*3 = 1814400 Möglichkeiten gibt, die Buchstaben durch verschiedene Ziffern zu ersetzen, so dass es sehr lange dauern würde, wenn man unter ihnen die richtige herausfinden wollte. Wenn man das Rätsel lösen will, wird man zum Beispiel beachten, dass die beiden Summanden vierstellige Zahlen sind, während die Summe fünfstellig ist. Der Computer geht anders vor, denn für ihn ist es kein Problem, sämtliche Möglichkeiten herauszusuchen und diejenige auszuwählen, für die die Addition aufgeht.:

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Tabellenkalkulation zur Berechnung von Zinsen


Das Programm EXCEL erlaubt es, schnell und einfach Zins- und Zinseszinsrechnungen durchzuführen und die Ergebnisse in einem Diagramm darzustellen.

 

 

In der Tabelle kann man sehen, wie sich ein Kapital von 2000 EURO bei 8% Jahreszinsen innerhalb von zehn Jahren vergrößert. Die Zinsen errechnen sich nach der Formel  K1 = K0*(1+p/100); diese Formel wird eingegeben und der Computer errechnet die Zinsen für alle untereinander stehenden Felder. Das jeweils neue Kapital ist die Summe aus dem vorigen und den Zinsen. Hier wird ebenfalls die Formel nur einmal eingegeben; der Computer berechnet dann die Summen für alle untereinander stehenden Felder.

Jahre

Kapital

Zinsen

1

20000,00

1600,00

2

21600,00

1728,00

3

23328,00

1866,24

4

25194,24

2015,54

5

27209,78

2176,78

6

29386,56

2350,92

7

31737,49

2539,00

8

34276,49

2742,12

9

37018,60

2961,49

10

39980,09

3198,41

 

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