Das Freispiel

Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann.
Astrid Lindgren

Was bedeutet das Freispiel für ihr Kind?

  • Selbstbestimmtes Handeln
  • Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen
  • Stärkung der sozialen, emotionalen und persönlichen Kompetenzen
  • Entwickeln von Problemlösungsstrategien
  • Auseinandersetzung mit der Peergroup

WAS LERNT IHR KIND IM FREISPIEL?

  • Kontakt aufnehmen und aufeinander zugehen, Spielpartner suchen
  • Sich durchsetzen, aber auch nachgeben und teilen
  • Gruppen- und Spielregeln beachten
  • Rücksicht nehmen und anderen helfen
  • Sich an Neues heranwagen und eventuelle Misserfolge aushalten
  • Freundschaften schließen
  • Konzentration und Ausdauer
  • Selbständigkeit
  • Frustrationstoleranz
  • “Selbstbildung”
  • Verantwortung
  • Fingerfertigkeit (Feinmotorik)
  • Erlebtes und Gesehenes beim Gestalten verarbeiten
  • Phantasie und Kreativität ausleben
  • Selbständig mit unterschiedlichen Materialien experimentieren
  • Verbesserung der Grobmotorik durch viel Bewegung

WAS MACHEN WIR ERZIEHER/INNEN BEIM FREISPIEL?

  • Beobachten des Spielverhaltens (Interesse, Ausdauer, Konzentration, Verhalten bei Misserfolg)
  • Beobachten der im Spiel sichtbar werdenden Fähigkeiten und eventuellen Defizite
  • Beobachten des Sprechverhaltens
  • Beobachten von Rolle und Verhalten in der Spielgruppe
  • Mitspielen, um Spielgruppen zu formen, bzw. zusammenzuhalten
  • Mitspielen, um kontaktschwachen oder noch neuen Kindern in der Spielgruppe zu helfen
  • Mitspielen, um Kinder zu integrieren, die Probleme haben, sich in der Spielgruppe an Regeln zu halten
  • Mitspielen, um neue Spiele einzuführen
  • Anregen, um einseitige Interessen zu vermeiden und um zu neuen Spielideen zu führen
  • Vor allem zwei- bis dreijährige Kinder zur Benutzung bisher unbekannten Spielmaterials anregen
  • Unterstützung bei Konfliktlösung unter den Kindern